Wie Antisemitismus wirksam entgegen, wenn sich Narrative zunehmend von der Realität lösen? Diese Frage diskutieren führende Wissenschaftler:innen, junge Forschende und die Öffentlichkeit auf unserer zweiten Herbstakademie. Dabei werden wir die neuesten Forschungsergebnisse und Konzepte zur Aufklärung und Prävention von Antisemitismus erörtern. Die zweieinhalbtägige Herbstakademie umfasst öffentlichen Vorträge, wie auch akademische Präsentationen und Paneldiskussionen.
Die Herbstakademie beleuchtet den aktuellen Stand der Antisemitismusforschung aus verschiedenen Perspektiven: Was sagen neuesten Forschungsergebnisse über die Situation in Deutschland? Welche Forschungsfelder gilt es auszubauen?
Programm der Herbstakademie 2025Wann und wo: 29. November bis 1. Dezember 2025, Urania Berlin.
Zum Auftakt am Samstagabend, den 29. November 2025, 18 Uhr, erörtert Sinan Selen, der jüngst ernannte Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz, die Wirkung von antisemitischen Einstellungen auf die freiheitliche demokratische Grundordnung. Im Anschluss gibt es eine Diskussion von Universitätsangehörigen zum Umgang mit Antisemitismus und Israelfeindlichkeit in Wissenschaft und Forschung, an den Universitäten und Akademien.
Terminhinweise:
- Samstag, 29.11.2025 – 19 Uhr: Ron Dekel (Präsident Jüdische Studierendenunion), die Philosophin und Bildungspolitikerin Prof. Dr. Sabine Döring (Universität Tübingen), der Soziologe Prof. Dr. Stefan Liebig (Freie Universität Berlin) und die Sozialwissenschaftlerin Prof. Dr. Friederike Lorenz-Sinai (FH Potsdam) diskutieren welche Herausforderungen für Bildung, Wissenschaft und Demokratie durch Antisemitismus und Israelfeindlichkeit entstehen.
- Sonntag, 30.11.2025 – 11:30 Uhr: Keynot-Vortrag des Historikers Prof. Dr. Jeffrey Herf (University of Maryland) und anschließend Panel zu „Genozidvorwürfen im Nahostkonflikt„.
- Sonntag, 30.11.2025 – 19 Uhr: Literaturwissenschaftler Prof. Dr. Alfred Bodenheimer (Universtität Basel) disktuiert mit Prof. Dr. Mouhanad Khorchide, Leiter des Zentrums für Islamische Theologie, über „Das Problem der jüngeren Geschwister des Judentums„.
- Montag, 01.12.2025 – 16:30 Uhr: Abschlusspanel thematisiert Gegenwartsforschung über Jüdinnen und Juden in Deutschland
Grußworte von Bundesbidlungsministerin Karin Prien (BMBFSFJ; 01.12.2025 – 8:30 Uhr) und Staatssekretär Christoph de Vries (BMI; 01.12.2025 – 11:00 Uhr).
Die Herbstakademie beleuchtet den aktuellen Stand der Antisemitismusforschung aus verschiedenen Perspektiven: Was sagen neuesten Forschungsergebnisse über die Situation in Deutschland? Welche Forschungsfelder gilt es auszubauen?
Zitat Deidre Berger (Tikvah Institut)
Immer virulentere Formen des Antisemitismus sind zu allgegenwärtigen Bestandteilen des täglichen Lebens geworden – auf den Straßen, in der Wissenschaft, im kulturellen und politischen Bereich sowie in den sozialen Medien. Eine hochqualifizierte internationale Expertengruppe wird dieses Phänomen im Rahmen der Herbstakademie des Tikvah Instituts analysieren und sich kritisch mit den Ursachen des Antisemitismus sowie mit möglichen Wegen zur Bekämpfung der wachsenden Bedrohungen für die Sicherheit von Jüdinnen und Juden und für die Demokratie auseinandersetzen.
Zitat Volker Beck (Tikvah Institut):
Antisemitismus ist ein Angriff auf den Geltungsanspruch einer jeden Jüdin und eines jeden Juden. Zugleich delegitimiert die antisemitische Weltanschauung den demokratischen Rechtsstaat und gefährdet dadurch die Grundfeste des Staates. Beides Gründe genug danach zu fragen, wie Antisemitismus sich aktualisiert, wandelt und immer wieder neu in Erscheinung tritt. Nur so kann man evidenzbasiert dem Antisemitismus in der Gesellschaft den Platz streitig machen.
Teilnahme der Veranstaltung nur nach Anmeldung möglich.
Anmeldung zur Herbstakademie 2025Text basiert auf einer Pressemitteilung vom 26.11.2025


