Jeda ידע

Projekt zu den Auswirkungen des 7. Oktobers 2023 auf das jüdische Leben in Deutschland und weltweit

Das Projekt Jeda (ידע) (hebräisch für „Wissen“) beleuchtet auf unterschiedlichen Ebenen Auswirkungen der durch die Hamas verübten Massaker vom 7. Oktobers 2023 auf das jüdische Leben. Dabei geht der Fokus vor allem nach Deutschland, aber auch weltweite Entwicklungen werden betrachtet.

Der 7. Oktober 2023 war eine historische Zeitenwende: Die konkreten Ereignisse des Tages in Israel entfalteten eine weltweite Wirkungskraft, die bis heute andauert. In Deutschland sind Auswirkungen der Massaker auf mehreren Ebenen zu verzeichnen: in der Außen- und Europapolitik, aber vor allem in der Innenpolitik. Durchweg besteht keine Einigkeit in der Einschätzung des Gaza-Israel-Kriegs. Die Kritik an den israelischen Reaktionen auf das Massaker ist nicht selten mit antisemitischen Positionierungen gegen Israel und Jüdinnen:Juden verbunden.

Obwohl in der deutschen Öffentlichkeit eindeutige Solidaritätsbekundungen von Politik und Gesellschaft rasch erfolgten, fühlen sich Jüdinnen:Juden in ihrem Alltag seit dem 7. Oktober vehement eingeschränkt, sei es durch Demonstrationen, Aktionen während Kunstperformances, öffentliche Statements und Boykottaufrufe gegen Israel, Gewalt gegenüber jüdischen Menschen und Institutionen. Die Zahl antisemitischer Straftaten in ganz Deutschland nahm seit Oktober 2023 sprunghaft zu und hält sich seither auf hohem Niveau. Auf zahlreichen sogenannten pro-palästinensischen Demonstrationen und öffentlichen Statements tritt Antisemitismus offen zutage. Trotz der beispiellosen Grausamkeit der Terrorakte des 7. Oktober 2023 wird in der Öffentlichkeit sogar immer wieder eine Parteinahme für die Hamas sichtbar.

Wie sieht eine adäquate, differenzierte öffentliche Auseinandersetzung mit Antisemitismus nach dem 7. Oktober 2023 aus? Diese Leitfrage wird im Rahmen des Projektes in verschiedenen Veranstaltungsformaten nachgegangen.

So gibt es Veranstaltungsformate deren Ziel es ist, die von Antisemitismus Betroffenen sprachfähiger zu machen, zu empowern, zu vernetzen und antisemitismuskritische Positionen zu stärken. Andere Veranstaltungsformate widmen sich dem Austausch. So sollen die Geschehnisse nach dem 7. Oktober 2023 reflektiert werden und damit zusammenhängend das Thema Antisemitismus in verschiedenen Bereichen ins Blickfeld gerückt werden, unter anderem im Kulturbetrieb, an Hochschulen und im internationalen Kontext.

Die Veranstaltungen dienen auch dazu, etwaige institutionelle Unzulänglichkeiten zu thematisieren und Impulse für einen lösungsorientierten Diskurs anzubieten, zu denen auch Vorschläge für rechtliche Regelungen gehören.

Projekt „Jeda – ידע : Auswirkungen des 7. Oktobers 2023 auf das jüdische Leben in Deutschland und weltweit
Dauer: 01.04.-31.12.2024