Die beiden Projekte VIMPLA (Video-Vignetten zur multiperspektivischen Professionalisierung von Lehrkräften im Umgang mit Antisemitismus) und NATAV (Nachhaltiger Transfer von antisemitismuskritischen Video-Vignetten in die Lehrkräftebildung) sind inhaltlich miteinander verbunden.
VIMPLA
Ein Projekt des Tikvah Instituts Berlin in Kooperation mit der Bergischen Universität Wuppertal
Projektleitung: Marc Grimm (Bergische Universität Wuppertal)
Wissenschaftliche Mitarbeit: Jana Lassen (Tikvah Institut), Jana Habig (Ruhr-Universität Bochum), Florian Beer (SABRA Düsseldorf)
Projektlaufzeit: 09/2025 – 04/2026
VIMPLA („Video-Vignetten zur multiperspektivischen Professionalisierung von Lehrkräften im Umgang mit Antisemitismus“) entwickelt ein videobasiertes Fortbildungsformat für die Lehrkräftebildung. Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass antisemitische Vorfälle für viele Schulen Teil des pädagogischen Alltags sind und Lehrkräfte vor die Herausforderung stellen, situativ angemessen zu reagieren und zugleich den Bildungs- und Erziehungsauftrag zu erfüllen.
In Kooperation zwischen dem Tikvah Institut und der Bergischen Universität Wuppertal sowie in Zusammenarbeit mit der Ruhr-Universität Bochum und SABRA sind fünf animierte Video-Vignetten entstanden. Die Filme rekonstruieren konkrete schulische Situationen, in denen antisemitische Vorfälle auftreten, und machen damit komplexe pädagogische Handlungssituationen anschaulich und diskutierbar.
Die Video-Vignetten sind für die universitäre Lehrkräftebildung sowie für die staatliche und nicht-staatliche Lehrkräfteaus- und Fortbildung konzipiert. Sie ermöglichen eine multiperspektivische Analyse und unterstützen die Entwicklung professioneller Urteils- und Handlungskompetenz im Umgang mit unterschiedlichen Erscheinungsformen von Antisemitismus.
Zu jeder Video-Vignette steht eine wissenschaftlich fundierte Handreichung für Dozent:innen und Moderator:innen zur Verfügung, die die Nutzung der Materialien in Seminar- und Fortbildungskontexten unterstützt.
Das Projekt VIMPLA wird aus Mitteln der institutionellen Förderung des Tikvah Instituts vom Bundesinnenministerium finanziert.
NATAV NRW
Ein Projekt des Tikvah Instituts Berlin in Kooperation mit der Bergischen Universität Wuppertal
Projektkoordination: Jana Lassen (Tikvah Institut)
Wissenschaftliche Beratung: Vertr.-Prof. Dr. Marc Grimm (Bergische Universität Wuppertal), Jana Habig (Ruhr-Universität Bochum), Florian Beer (SABRA Düsseldorf)
Projektlaufzeit: 05/2026 – 07/2026
Ziel des Folgeprojekts NATAV NRW ist der nachhaltige Transfer der VIMPLA-Vignetten in bestehende Strukturen der staatlichen und nicht-staatlichen Lehrkräfteaus- und -fortbildung im Bundesland Nordrhein-Westfalen.
Projektziele:
- Dissemination und Vernetzung: Die Video-Vignetten werden in geeigneten Formaten vorgestellt und zentralen Akteuren der Lehrkräftebildung zugänglich gemacht.
- Erprobung und Implementierung: In Kooperation mit Einrichtungen der Lehrkräfteausbildung werden die Vignetten in konkreten Fortbildungssettings erprobt und schrittweise in bestehende Curricula integriert.
- Transfer und Verstetigung: Es werden praxisnahe Einsatzszenarien und Begleitmaterialien entwickelt, die eine eigenständige und dauerhafte Nutzung der Vignetten in Aus- und Fortbildung ermöglichen
Projektteam
Vertr.-Prof. Dr. Marc Grimm leitet die Projekte VIMPLA und NATAV NRW. Er vertritt die Professur für die Didaktik der Sozialwissenschaften an der Universität Wuppertal und ist Mitherausgeber der Reihe „Antisemitismus und Bildung“ im Wochenschau Verlag.
Jana Lassen arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Tikvah Institut und koordiniert die Projekte VIMPLA und NATAV NRW. Sie hat Sozialwissenschaften (B.A.) und Politische Kommunikation (M.A.) an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf studiert.
Jana Habig forscht als abgeordnete Lehrkraft an der Ruhr-Universität Bochum im Arbeitsbereich „Didaktik der Geschichte“ (Prof. Dr. Nicola Brauch) zu antisemitismuskritischer Bildung im Geschichtsunterricht. Als Lehrerin unterrichtet sie Geschichte und Latein an einem Gymnasium im Ruhrgebiet und hat als Moderatorin und pädagogische Mitarbeiterin in der staatlichen Lehrkräftefortbildung bei der Bezirksregierung Arnsberg gearbeitet.
Florian Beer ist Oberstudienrat für Geschichte/Sozialwissenschaften und Erziehungswissenschaft. Er ist vom Ministerium für Schule und Bildung an die Jüdische Gemeinde Düsseldorf abgeordnet und dort für SABRA tätig (Servicestelle für Antidiskriminierungsarbeit – Beratung bei Rassismus und Antisemitismus). Sein Arbeitsschwerpunkt liegt in der antisemitismuskritischen Schulentwicklung. Weitere Schwerpunkte sind die Beratung von Betroffenen, die Lehrkräftebildung sowie die Entwicklung von Bildungsmaterialien gegen Antisemitismus.
Die Projekte VIMPLA und NATAV sind angedockt an das Verbundforschungsprojekt EMPATHIA³.
Veranstaltungen
- 15. Juli 2026: Launch-Veranstaltung der VIMPLA-Materialien in der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf
- 09. Juli 2026: VIMPLA-Vorstellung am Zentrum für schulpraktische Lehrerausbildung Bonn (online)
- 07. Juli 2026: VIMPLA-Vorstellung am Zentrum für schulpraktische Lehrerausbildung Bonn (online)
- 25. Juni 2026: Online-Webinar II „Demokratiekompetenz, aber wie?“ – VIMPLA-Vorstellung vor Ausbilder*innen verschiedener Zentren für schulpraktische Lehrerausbildung in NRW
- 23. Juni 2026: Online-Webinar I „Demokratiekompetenz, aber wie?“ – VIMPLA-Vorstellung vor Ausbilder*innen verschiedener Zentren für schulpraktische Lehrerausbildung in NRW
- 18. Mai 2026: VIMPLA-Vorstellung am Zentrum für schulpraktische Lehrerausbildung Bochum
- 13. Mai 2026: VIMPLA-Vorstellung am Zentrum für schulpraktische Lehrerausbildung Solingen (online)






