Publikationen

Nomos Verlag, Reihe Interdisziplinäre Antisemitismusforschung – Interdisciplinary Studies on Antisemitism

Israel in deutschen Medien

Eine qualitative Inhaltsanalyse antisemitischer und verzerrender Darstellungen

Jonas Hessenauer & Lukas Uwira

Autor/-innen: Jonas Hessenauer, Lukas Uwira
unter Mitarbeit von Jannik Schiller
Vorwort: Deidre Berger und Dani Kranz

Hrsg.: Tikvah Institut
Veröffentlichungsdatum: Dezember 2025

Link zum Erwerb

Die Studie untersucht die Darstellung Israels und des israelisch-palästinensischen Konflikts in deutschen Print- und Onlinemedien im Jahr 2023. Sie sensibilisiert für Verzerrungen sowie Aussagen, an die antisemitische oder rassistische Deutungsmuster anschließen können oder die Antisemitismus reproduzieren. Die Analyse zeigt unter anderem eine starke Fokussierung auf Gewalt und Eskalation, die Nutzung von NS-Analogien, eine tendenzielle Darstellung von Israel als alleinigem Aggressor, die Relativierung terroristischer Gewalt sowie eine häufig fehlende Kontextualisierung etwa historischer Ereignisse. Diese Darstellungsweisen können einseitige Israelbilder verfestigen, antisemitische Lesarten begünstigen und Ressentiments verstärken.

Kein Geld für Antisemitismus?! Möglichkeiten und Grenzen des Zuwendungs- und Gemeinnützigkeitsrechts

Hrsg. von Axel Frhr. von Campenhausen, Michael Germann, Hans Michael Heinig, Jan Hermelink, Karl-Hermann Kästner, Christoph Link, Thorsten Moos, Arno Schilberg, Peter Unruh und Hinnerk Wißmann

Autor/-innen: Daniel Botmann, Stefan Diefenbach-Trommer, Patrick Heinemann, Hans Michael Heinig, Nina Keller-Kemmerer, Felix Klein, Christoph Möllers, Hanna Rubin, Philipp Samlamon-Menger, Kyrill-Alexander Schwarz, Volker Beck
Vorwort: Deidre Berger und Volker Beck

Veröffentlichungsdatum: Juli 2025

Link zum Erwerb

Diese Ausgabe der Zeitschrift für evangelisches Kirchenrecht [ZevKR 69 (2024)] versammelt die Beiträge der gleichnamigen Tagung vom Sommer 2024 (mehr hier). Die Publikation soll nicht nur die juristische Debatte um die Möglichkeiten und Grenzen der Mittelvergabe im Kampf gegen Antisemitismus dokumentieren, sondern auch Impulse für die weitere wissenschaftliche und politische Auseinandersetzung mit diesem Thema geben. Gefördert wurde die Tagung durch Projektmittel des Bundesministeriums des Innern und für Heimat. Kooperationspartnerin war die Konrad-Adenauer-Stiftung.

Zwischen Hammer und Amboss

Auswirkungen des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine und des Terrorangriffs der Hamas auf Israel auf jüdisches Leben in Deutschland

Julia Bernstein & Florian Diddens, Tikvah Institut (Hrsg.)

Autor/-innen: Prof. Dr. Julia Bernstein, Florian Diddens
unter Mitarbeit von Christina Winkler
Vorwort: Deidre Berger und Volker Beck

Hrsg.: Tikvah Institut
Veröffentlichungsdatum: Juni 2025

Link zum Erwerb

Die Interviewstudie führt in die gegenwärtigen Lebenswelten russischsprachiger Jüdinnen und Juden in Deutschland ein. Im Vordergrund steht dabei, welche Erfahrungen sie in Deutschland als Post-Shoah-Land sowie im Zusammenhang mit dem Krieg gegen die Ukraine, dem Terror gegen Israel und mit Antisemitismus gemacht haben und wie das auf ihre Vorstellungen von Identität und „Heimat“ wirkt. Es zeigt sich, dass sich diese Vorstellungen angesichts von Krieg, Terror und Antisemitismus verändern. Was als neues Zuhause erschlossen werden soll oder worden ist, droht nun angesichts des grassierenden Antisemitismus diesen Status zu verlieren. Die soziologische Studie bietet die Grundlage dafür, sich marginalisierten Perspektiven anzunähern und Bedarfe auf unterschiedlichen Handlungsfeldern abzuleiten.

Zu den Auswirkungen des arabisch-israelischen Konflikts im Klassenraum

Kritische Anmerkungen zu „Empfehlung Fachdidaktik: Hamas-Terror, Gaza-Krieg, Nahost-Konflikt – 50 Handlungsmöglichkeiten für Lehrer*innen“ von Karim Fereidooni

Jakob Baier, Volker Beck, Florian Beer, Marc Grimm, Jana Habig, Andreas Stahl

Autor/-innen: Jakob Baier, Volker Beck, Florian Beer, Marc Grimm, Jana Habig, Andreas Stahl

Hrsg.: Nicola Brauch, Forschungsverbund EMPATHIA³
Veröffentlichungsdatum: Februar 2025

Link zum EMPATHIA³ Working Paper No. 03

Der Artikel analysiert kritisch die Publikation „Der Hamas-Terror, der Gaza-Krieg und der Nahost-Konflikt: 50 Handlungsempfehlungen für Lehrer*innen“ von Karim Fereidooni. Die Autor:innen identifizieren mehrere kritikwürdige Aspekte: Eine durchgängige Parallelisierung von Antisemitismus und antimuslimischem Rassismus, die der Realität an deutschen Schulen nicht gerecht wird, sachliche Fehler bei der Darstellung des Nahost-Konflikts sowie eine mangelnde Berücksichtigung der spezifischen Bedrohungslage jüdischer Schüler:innen. Abschließend empfehlen die Autor:innen sieben Präventions- und Interventionsmaßnahmen für den schulischen Alltag.

Israelbezogener Antisemitismus in deutschen Print- und Onlinemedien

Jonas Hessenauer, Jannik Schiller & Lukas Uwira

Autor/-innen: Jonas Hessenauer, Jannik Schiller & Lukas Uwira
Seitenzahl: 71-79

Hrsg.: Verein für interdisziplinäre sozialwissenschaftliche Studien und Analysen (VISSA)
Veröffentlichungsdatum: 2024

Download

Der Artikel untersucht die Berichterstattung über Israel und den israelisch-palästinensischen Konflikt in deutschen Print- und Onlinemedien mit einem Fokus auf israelbezogenen Antisemitismus. Dafür wurden mittels einer qualitativen Inhaltsanalyse 122 Artikel aus regionalen und überregionalen Medien ausgewertet. Anhand von Textbeispielen werden wiederkehrende antisemitische Stereotype und Topoi identifiziert. Darunter fallen etwa NS-Analogien, die Dämonisierung Israels als amoralischer und verbrecherischer Staat, die Unterstellung israelischer Rachsucht und die Behauptung eines Kritiktabus. Diese Befunde werden mit den Ergebnissen früherer Forschungsarbeiten zu deutschen Print- und Onlinemedien sowie zu Medien aus anderen Ländern verglichen. Dabei zeigen sich (Dis-)Kontinuitäten und Ähnlichkeiten, es wird aber auch deutlich, dass es weiterer, systematischer Analysen bedarf, um etwa mögliche Auswirkungen des 7. Oktobers 2023 auf die Berichterstattung beurteilen zu können.

Antisemitismusbekämpfung als Aufgabe der Polizei – eine zivilgesellschaftliche Perspektive

Volker Beck

Autor/-innen: Volker Beck
Seitenzahl: 103-128
Sammelband: Antisemitismusprävention durch ethisch-politische Bildung der Polizei. Perspektiven von Polizei, Zivilgesellschaft und Wissenschaft auf den Schutz jüdischen Lebens und Demokratie

Hrsg.: Sarah Jadwiga Jahn, Jana-Andea Frommer
Veröffentlichungsdatum: 2024

Link zum Erwerb

Ziel des Sammelbandes ist die Sensibilisierung für eine ethisch-politische Bildung in der Polizei über Antisemitismus unter Einbeziehung der Perspektiven von Polizei, Zivilgesellschaft und Wissenschaft auf den Schutz jüdischen Lebens und Demokratie. Hierfür werden praxisorientierte Möglichkeiten der Vermittlung aufgezeigt und Herausforderungen benannt. Vor allem geht es um die Frage, wie eine nachhaltige Vermittlungsarbeit aussehen kann, die gezielt eine Auseinandersetzung mit ethischen Fragen und lebensweltlichen Perspektiven Lehrender und Lernender einbezieht. Ausgangspunkt hierfür ist die Ambiguitätstoleranz als notwendige zentrale Fähigkeit der Lehrperson, Grundlage der Konzeption und Vermittlung in der Bildungsarbeit sowie als Kompetenzziel in der polizeilichen Bildung. Eine Möglichkeit zur Förderung dieser Kompetenz sowie zur Ausbildung der Fähigkeit demokratisch ausgerichteter Urteils- und Entscheidungsfindung besteht im Aufbau eines professionellen Verständnisses von Empathie.

The German Press, Israel, and October 7, 2023

Initial Research Findings on Reporting on the Israeli-Palestinian Conflict

Jonas Hessenauer & Lukas Uwira

Autor/-innen: Jonas Hessenauer & Lukas Uwira
Seitenzahl: 353-371
Sammelband: Responses to 7 October: Antisemitic Discourse

Hrsg.: Rosa Freedman & David Hirsh
Veröffentlichungsdatum: 2024

Link zum Erwerb

This chapter presents the preliminary results of an ongoing qualitative study researching German media coverage of Israel in 2023. The authors identify recurring distortions and mistakes in the reporting on Israel. While the reproduction of antisemitic stereotypes projected onto Israel is relatively rare, distorted reports that depict Israel in a negative manner occur with some frequency. Articles adopt one-sided perspectives, and events are not always sufficiently contextualized or historically classified. Despite the continuity of problems with media coverage, the German media seem to report on Israel in a slightly more supportive manner after October 7th than before, with the exception of letters to the editor and interviews. This is a remarkable change compared to the reporting on prior conflict phases (e.g. the Second Intifada). However, it is still too early to determine whether October 7th and its aftermath have had a lasting impact on German journalism and its coverage of the Israeli-Palestinian conflict. Therefore, further research on the topic is urgently needed.

Problematische Aspekte der deutschen Israelberichterstattung

Jonas Hessenauer & Lukas Uwira

Autor/-innen: Jonas Hessenauer & Lukas Uwira
Seitenzahl: 25-26

Hrsg.: Deutsch-Israelische Gesellschaft e.V.
Veröffentlichungsdatum: 2023

Download

Mögliche juristische und rechtspolitische Antworten auf BDS

nach dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts gegen die Stadt München

Volker Beck (Ed.)Tikvah Institut (Ed.)

Autor/-innen: Norman Nathan Gelbart, Jan von Hein, Patrick Heinemann, Jonathan Heuberger, Matthias von Kaler, Christian Kirchberg, Gerhard Robbers, Alexander Roth

Hrsg.: Volker Beck
Veröffentlichungsdatum: 2023

Link zum Erwerb

Roger Waters, documenta 15. Wo BDS darauf steht, ist meistens Antisemitismus drin. Das Bundesverfassungsgericht ist klar: „Antisemitische Konzepte“ sind mit der Menschenwürde „nicht vereinbar und verstoßen gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung“. Der Bundesgerichtshof hat zudem festgestellt, dass das Relief der sogenannten Judensau an der Wittenberger Stadtkirche das Judentum als Ganzes verhöhnt und verunglimpft. Sie stelle ohne Distanzierung eine Rechtsverletzung dar.

Dennoch hob das Bundesverwaltungsgericht eine Entscheidung der Stadt München auf, die Raumvergabe von Kommunen an Organisationen zu verweigern, welche sich mit den Inhalten, Themen und Zielen der BDS-Kampagne identifizieren. Eine solche Beschränkung verstoße gegen die Meinungsfreiheit. Auch bei der documenta wurde mit der Kunstfreiheit argumentiert.

Muss man nicht strafbare Aussagen der BDS-Kampagne nicht nur hinnehmen, sondern ihnen auch noch städtische Einrichtungen zur Verfügung stellen? Oder kann der Staat zum Schutz der Menschenwürde gegen antisemitische Hetze auch mit nicht strafrechtlichen Mitteln vorgehen? Diesen Fragen ging eine Tagung des Tikvah Instituts nach, die in diesem Buch dokumentiert wird.

Mit Beiträgen von Norman Nathan Gelbart, Jan von Hein, Patrick Heinemann, Jonathan Heuberger, Matthias von Kaler, Christian Kirchberg, Gerhard Robbers, Alexander Roth

Herausgegeben vom Tikvah Institut und Volker Beck

Mit einem Vorwort von Volker Beck 

Gut Schabbes? Chag Sameach!

Religionsfreiheit und Respekt für die Arbeitsruhe an Schabbat und jüdischen Feiertagen

Volker Beck (Hg.)Tikvah Institut (Hg.)

Autor/-innen: Zsolt Balla, Daniel Fabian, Christian Gehring, Eric Haußmann, Susanna Kahlefeld, Rainer Kampling, Dorothea Marx, Sarah Serebrinski, Anna Staroselski, Heinrich de Wall

Hrsg.: Volker Beck
Veröffentlichungsdatum: 2023

Link zum Erwerb

Staatsexamen am Feiertag? Arbeiten statt Neujahrsfest? Immer wieder kommt es im Alltag von Jüdinnen und Juden in Deutschland zu Konflikten zwischen religiösem Leben und weltlichen Ansprüchen und staatlichen Regelungen. Jüdische Studierende berichten davon, dass sie oft zwischen einem zügigen Studienabschluss und ihrem Glauben wählen müssen, da Prüfungstermine auf Samstag, also Schabbat, oder auf hohe jüdische Feiertage gelegt werden – ganz ohne Ersatztermine. Auch in der Arbeitswelt besteht oft kein Verständnis gegenüber der Befolgung der halachischen Arbeitsruhegebote. Alternative Prüfungstermine und Freistellungen von der Arbeit oder vom Schulunterricht für die Religionsausübung zu verweigern, verletzt aber die Religionsfreiheit und stellt eine unzulässige Benachteiligung dar. 

Mit diesem Buch wird die Bedeutung der jüdischen Feiertage beleuchtet und gezeigt, wie der Gesetzgeber handeln müsste, soll die Religionsfreiheit von Jüdinnen und Juden in unserer Rechtsordnung den verfassungsrechtlich gebotenen Respekt erfahren.

Mit Beiträgen von Zsolt Balla, Daniel Fabian, Christian Gehring, Eric Haußmann, Susanna Kahlefeld, Rainer Kampling, Dorothea Marx, Sarah Serebrinski, Anna Staroselski, Heinrich de Wall

Herausgegeben vom Tikvah Institut und Volker Beck

Mit einem Vorwort von Volker Beck und Grußworten von Patricia Ehret und Shila Erlbaum