Ziele

Tikvah ( תקווה ) bedeutet Hoffnung

Das hebräische Wort „Tikvah ( תקווה )“ bedeutet Hoffnung. Der Name des Instituts spiegelt die Hoffnung wider, dass Antisemitismus durch mehr Koordination und Austausch zwischen allen Bereichen der Gesellschaft, einschließlich Wissenschaftler:innen, Pädagog:innen, Aktivist:innen der Zivilgesellschaft, Politiker:innen und Regierungsbeamt:innen, dekonstruiert und effektiver eingedämmt werden kann. Es wurde im Sommer 2020 von Deidre Berger und Volker Beck in Berlin gegründet.

Das Jahr 2020 hat während der Corona-Pandemie eine Renaissance der Verschwörungsideologien sowie eine Aktualisierung antisemitischer Mythen und Erzählungen bei gleichzeitig erstaunlicher Verbreitung gebracht. Lange hoffte man, dass mit der Aufklärung und Verbreitung der Kenntnisse über die Geschichte des Holocaust der Antisemitismus auszurotten wäre.

Aber Statistiken und Umfragen zeigen, dass der Antisemitismus sich hartnäckig hält und seine Erzählungen immer wieder modernisiert. Er kommt in allen gesellschaftlichen wie politischen Milieus vor, von links bis rechts, unter Christen, Muslimen und Atheisten. Er tritt in allen Teilen des öffentlichen Lebens auf, vom Schulhof bis zur Kulturveranstaltung, von der politischen Kundgebung bis zum Feuilleton.

Antisemitismus speist sich aus immer wieder neuen Versuchen, die Moderne abzuwehren und sich gegen die Geschwindigkeit des Wandels aufzulehnen. Er ist zugleich vergessen und gegenwärtig und er gefährdet die Grundlagen einer liberalen Demokratie. Dies muss eine antisemitismuskritische Bildungs- und Forschungsarbeit mit einbeziehen.

Mission & Ziele

Der Name des Instituts steht für die Hoffnung, dass es durch Wissenschaft, Bildung und zivilgesellschaftliches Engagement gelingen kann, die antisemitischen Narrative zu dekonstruieren und Antisemitismus einzudämmen. Wir fördern das demokratische Staatswesen durch Stärkung des Menschenwürdegedankens und widmen uns der Bekämpfung aller Erscheinungsformen des Antisemitismus unter Berücksichtigung jüdischer Perspektiven.

Man kann Antisemitismus wohl nicht gänzlich zum Verschwinden bringen, aber man kann ihn gesellschaftlich identifizieren, entlarven, widerlegen und ächten, um ihn so seiner gesellschaftlichen Macht und Wirkung zu berauben. Diese Hoffnung ist unsere Mission.

Das Tikvah Institut gUG sieht sich als Scharnier zwischen Wissenschaft und Bildung im Bereich der Antisemitismusbekämpfung. Das Institut fördert ein breiteres Verständnis für jüdische Geschichte und jüdisches Leben, eine Sensibilisierung für alle Formen des Antisemitismus und einen respektvollen Umgang mit dem jüdischen und demokratischen Staat sowie Kenntnisse der pluralen israelischen Zivilgesellschaft und ihrer Kontroversen.

Wir wollen aus der Praxis Anregungen in Wissenschaft und Forschung einbringen, um künftige auf soliderer wissenschaftlicher Basis, Antisemitismus in den Tikvah Institut gemeinützige UG (haftungsbeschränkt)  verschiedenen Teilen unserer Gesellschaft zu bekämpfen. Wir wollen in verschiedenen Formaten Expert:innen Möglichkeiten des Austausches eröffnen und mit ihnen Strategien entwickeln, um antisemitismuskritische Stimmen mit ihren Botschaften medial besser wahrnehmbar zu machen.

ORGANISATIONSFORM

Tikvah Institut gemeinützige UG (haftungsbeschränkt) ist eine Nichtregierungsorganisation und mit Bescheid des Finanzamts für Körperschaften I Berlin als gemeinnützig anerkannt. Es ist im Handelsregister Berlin unter HRB 217761 B eingetragen.

Spenden und Zuwendungen an das Thikvah Institut gUG sind nach § 10b des ESTG steuerlich absetzbar. Die gUG ist die gemeinnützige Variante der Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt). Eine UG ist die kleinere Version der GmbH, ein Äquivalent der englischen Limited.