Wiss. Mitarbeiter:in (m/w/d) in einem qualitativen Forschungsprojekt zu jüdischen Erfahrungen

Am Tikvah Institut gUG ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine Stelle einer/eines Wissenschaftlichen Mitarbeiterin/Mitarbeiters (w/m/d) im Rahmen unseres Projektes „Auswirkungen des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine auf das jüdische Leben in Deutschland“ mit bis zu 100 % nach TVÖD vorbehaltlich der Konditionen des Fördergebers zu besetzen. Das Projekt wird vom Bundesinnenministerium aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert. Die Stelle ist bis zum Projektende im Frühjahr 2024 befristet.

Das Forschungsprojekt unter Leitung von Prof. Dr. Julia Bernstein füllt eine Lücke: Im Rahmen von qualitativen Interviews wurden im Sommer und Herbst 2023 erstmals belastbare wissenschaftlichen Daten zur aktuellen Lage von Jüdinnen und Juden in Deutschland erhoben, die aus der Ukraine und aus Russland in den 1990er Jahren als sogenannte Kontingentflüchtlinge oder jüngst aufgrund des russischen Angriffkrieges auf die Ukraine nach Deutschland migriert sind. Wie sehen sie die Migration in das Täterland vor dem Hintergrund des Holocaust? Welche Formen von Antisemitismus haben sie in der Ukraine und Russsland, welche in Deutschland erlebt? Wie empfinden sie die Lage nach dem 7. Oktober 2023?

Zentrales Ziel des Projektes ist es, eine Studie mit dem Arbeitstitel „Zwischen Hammer und Amboss. ‚Zuhause‘ als Alltagskategorie russischsprachiger Jüdinnen und Juden in Deutschland im Zusammenhang mit Kriegsverhältnissen, Flucht- und Migrationserfahrungen sowie Antisemitismuserfahrungen“ zu realisieren. Die Ergebnisse der Studie sollen auch für ein nichtakademisches Publikum aufbereitet werden.

Aufgaben:

  • Unterstützung der Projektleitung und Studienleitung bei der Komplementierung der Verschriftlichung der Forschungsergebnisse;
  • Hilfe bei der Transkription und Übersetzung von russischen / ukrainischen Interviewmaterial;
  • Lektorat und Redigat des deutschen Forschungsberichts;
  • Aufbereitung der Forschungsergebnisse aus Interviews für ein nichtakademisches Publikum im Rahmen eines wissenschaftlichen Wissenstransfers;
  • Mitwirkung an der Erstellung eines Policy Papers auf Basis der Forschungsergebnisse.

Voraussetzungen:

  • abgeschlossenes wissenschaftliches Studium in einschlägigen Fächern (Geschichts-, Religions-, Politik-, bzw. Sozialwissenschaft, Judaistik mit Schwerpunkt Ost-Mitteleuropa, Osteuropa) oder eine vergleichbare tatsächliche Qualifikation;
  • nachweisbares Wissen zur osteuropäischen Geschichte des Judentums in den heutigen Ländern Ukraine, Belarus, Russland;
  • Forschungserfahrungen (inkl. Nachweis der Methoden z. b. qualitativ und/oder quantitativ);
  • Erfahrungen in der Arbeit in Forschungsprojekten;
  • sehr gute Kenntnisse der ukrainischen Sprache und/oder der russischen Sprache (möglichst C1-C2);
  • sehr gute Kenntnisse der deutschen Sprache;
  • gute Kenntnisse der englischen Sprache wünschenswert;
  • gute Kenntnisse in für das Forschungsdesign relevanten Softwareprogrammen.

Das Tikvah Institut gUG bietet einen interessanten und abwechslungsreichen Arbeitsrahmen mit einer kreativen guten Arbeitsatmosphäre in einem fachlich versierten und aufgeschlossenen kleinen Team. Das Tikvah Institut gUG steht für Diversität und Chancengleichheit. Daher fördern wir die Zusammenarbeit heterogener Teams. Frauen werden bei gleicher Qualifikation bevorzugt berücksichtigt. Bewerbungen von Menschen mit Behinderung sind uns ebenfalls sehr willkommen.

Bitte richten Sie Ihre aussagekräftige Bewerbung (Anschreiben, Lebenslauf, Zeugnisse) unter dem Stichwort „Ukraine-Projekt“ zusammengefasst als eine einzelne pdf-Datei zeitnah an office@tikvahinstitut.de.