Antisemitismus auf dem Campus nach dem 7. Oktober 2023

Regionalforum Südwest in Heidelberg

Ort: Großer Saal des Deutsch-Amerikanischen Instituts, Sofienstraße 12, 69115 Heidelberg
Datum: 9. Oktober 2024
Beginn: 18:00 Uhr

Ende: 20:30 Uhr

Netzwerktreffen mit öffentlichem Abendpodium

Für zahlreiche jüdische Studierende und Hochschulangehörige hat sich das Leben nach dem durch die Hamas verübten Massaker vom 7. Oktober 2023 und dem daraus resultierenden Gaza-Israel-Krieg drastisch verändert: Demonstrationen, „Protestcamps“, Einschüchterungsversuche und antisemitische Vorfälle schränken immer wieder das alltägliche, speziell aber auch das akademische Leben der Betroffenen ein.

Das Tikvah Institut richtet zusammen mit dem Jungen Forum Heidelberg-Mannheim der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, der JSUD, dem BJSB, dem Jüdischen Studierendenverband Rheinland-Pfalz und Saarland Hinenu und der Studierendenvertretung der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg ein halbtägiges Regionalforum aus, um Erfahrungen jüdischer Betroffener im akademischen Kontext aufzugreifen und sichtbar zu machen.

Angesprochen werden insbesondere jüdische Studierende und Hochschullehrende und Verbündete, die jüdische und pro-israelische Perspektiven vertreten, aus der Region „Südwest“ (Baden-Württemberg, Hessen, Bayern, Rheinland-Pfalz, Saarland und darüber hinaus).

Dabei gliedert sich die Veranstaltung in zwei Teile: In einem internen Workshop mit eingeladenen Teilnehmer:innen soll zunächst ein Austausch über Erfahrungen mit Antisemitismus im Hochschulkontext, deren Verarbeitung bzw. Bewältigung sowie die mögliche Entwicklung von Gegenstrategien ermöglicht werden.

Im zweiten Teil des Regionalforums, zu dem wir Interessierte einladen möchten, werden wir abends jüdische Studierende, Vertreter:innen der Bildungspolitik und der Hochschulen sowie wissenschaftliche und pädagogische Fachleute auf einem Podium zusammenbringen. In einer öffentlichen Diskussion soll erörtert werden, welche Formen der Antisemitismus auf dem Campus nach dem 7. Oktober 2023 angenommen hat und wie ihm von verschiedenen Stellen begegnet werden kann. Das Regionalforum soll jüdische Studierende, Hochschullehrende sowie sonstige Hochschulangehörige zusammenbringen und vernetzen und als Katalysator dienen, überregionale Netzwerke aufzubauen und so den Austausch von Betroffenen und antisemitismuskritischen Personen/Studierenden/Wissenschaftler:innen zu fördern.

18:00 – 18:20

Begrüßung

Deidre Berger (Programmleitung Tikvah Institut);
Victor G. Márki (Junges Forum/Hochschulgruppe der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Heidelberg);
Dr. Michael Blume (Beauftragter der baden-württembergischen Landesregierung gegen Antisemitismus und für jüdisches Leben). 

18:20 – 18:40

Inputs

Dr. Andreas Brämer (Rektor der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg);
Cornelia Leah D’Ambrosio (Vizepräsidentin Bund Jüdischer Studierender Baden).

18:40 – 20:30

Öffentliche Podiumsdiskussion: Antisemitismus auf dem Campus nach dem 7. Oktober 2023

moderiert von Debora Eller (Referentin für Emanzipation bei der bundesweiten Studierendenvertretung fzs und Vorsitzende der Gesellschaft für kritische Bildung)

mit:
Gideon Ballhorn (Vorstand Bund Jüdischer Studierender Baden);
David Rosenberg (Vorsitzender Hinenu Jüdischer Studierendenverband Rheinland-Pfalz/Saarland);
Gabi Rolland (stellv. Fraktionsvorsitzende und hochschulpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Landtag Baden-Württemberg);
Andreas Stahl (Beratungsstelle gegen Antisemitismus an Hochschulen in Nordrhein-Westfalen, RIAS NRW).

Diese Veranstaltung ist Teil des Projekts „Jeda“.

Stand des Programmes: 07. Oktober 2024