Jüdische Feiertagspraxis und deutsches Feiertagsrecht: Religionsfreiheit und Alltag

Datum: 19. September 2023
Uhrzeit: 10:00 Uhr
Ort: TU Berlin, UB, Fasanenstraße 88, Berlin Charlottenburg

Dieser Workshop wird im Rahmen der FonA21: Sommerakademie 2023 – Aktuelle Dynamiken und Herausforderungen des Antisemitismus angeboten.

Seit über 1700 Jahren ist jüdisches Leben auf dem Gebiet des heutigen Deutschlands präsent. Trotzdem wird bis heute die traditionelle halachische Religionspraxis der Arbeitsruhe am Schabbat und an den jüdischen Feiertagen im deutschen Arbeits-, Hochschul- und Feiertagsrecht kaum berücksichtigt. Konflikte wegen Examina oder am Arbeitsplatz sind deshalb alltäglich.

Die Teilnehmer:innen des Workshops erörtert mögliche Gesetzesänderungen, die jüdische Praxis an Schabbat und Feiertagen nach Art. 4 Grundgesetz garantieren. In einem Pilotprojekt „Religionsfreiheit für jüdische Feiertagspraxis in Nordrhein-Westfalen, Hamburg und Baden-Württemberg“ zeigt das Tikvah Institut den gesetzgeberischen Änderungsbedarf exemplarisch in drei Bundesländern auf. In dem Workshop soll beleuchtet werden, dass Feiertag nicht gleich Feiertag ist. Gleichzeitig soll definiert werden, was zu tun ist, wenn die Glaubensfreiheit von Jüdinnen und Juden auch gesetzlich ausbuchstabiert wäre. Auch in Berlin.

Leitung des Workshops: Volker Beck & Deidre Berger (Tikvah Institut)

Anmeldung zum Workshop und zur FonA21 Sommerakademie 2023

Diese Veranstaltung ist Teil des Projekts „Reli-frei NRW, HH, BW“.